Psychotherapie in Gruppen Modelle und Interventionen
5.4.1 Grundlagen der Gruppentherapie
Bildung und Zusammensetzung von Gruppen; gruppenspezifische Wirkfaktoren (z. B. Kohäsion) / instrumentelle Gruppenbedingungen, Gruppenregeln; Umgang mit Konflikten innerhalb von Gruppen, Interventionstechniken unter Nutzung der Gruppendynamik, Gruppe als sozialer Mikrokosmos
5.4.2 Kognitiv-behaviorale Therapie
Gruppentherapie (s. 9.1.10)
Psychoedukation (s. 9.1.2)
5.4.3 Psychodynamische Therapien
Bedeutung des Settings, Rahmen, Spiegelprozesse
Entfaltung des Gruppenprozesses, Position und Rolle in der Gruppe, Netzwerk der Kommunikation, Feldverständnis, unbewusste Gruppenmatrix, gemeinsames Unbewusstes
Balance zwischen Bindung und Autonomie
Anforderungen an die therapeutische Haltung, Minimalstrukturierung, gruppenanalytische Haltung, Dyade vs. Triangulierung (s. a. 9.2.9 und 9.3.2)
5.4.4 Systemische Gruppentherapie
Definition einer Gruppe (Unterschied zu Paaren, Familien, Teams)
Multifamiliengruppentherapie, Netzwerktherapien
Selbstorganisation von Gruppen- Gruppenregeln, Gruppenmuster, Subgruppendynamiken
systemische Methoden im Gruppensetting (z. B. Aufstellungs- und Skulpturmethoden, Systemaufstellung, Auftragskarussell)
5.4.5 Gesprächspsychotherapie
Bedeutung der Encountergruppen
Psychotherapie in der Gruppe und durch die Gruppe, personzentrierte Wirkfaktoren; Aktualisierungstendenz der Gruppe; Gruppendynamik als potentieller Prozess der Selbstaktualisierung; nondirektive prozessorientierte Haltung des Gruppentherapeuten
Indikation: Erlebnis- und Interaktionsorientierung, kommunikative Defizite, Kontaktstörungen, mangelnde soziale Kompetenz, soziale Phobie, Depression, Persönlichkeitsstörungen
Ziele: Förderung gegenseitiger Empathie, und Selbstexploration, Klären von Beziehungskonflikten, verinnerlichten Beziehungserfahrungen und Beziehungserwartungen, Klären gruppendynamischer Prozesse, Korrektur dysfunktionaler Interaktionsmuster, Gruppe als Resonanzraum der einzelnen Gruppenmitglieder